

Das Grundwasserpumpwerk Reckholderboden wurde in den 20-iger Jahren mit einer anfänglich konzessionierten Entnahmemenge von 600 l/min. erstellt und 1937/38 durch den Bau eines weiteren Filterbrunnens erweitert.
In den 70-iger Jahren erfolgte der Einbau einer Ozonisierungsanlage zur Entkeimung des geförderten Grundwassers. Damit verbunden war eine Konzeptänderung zum Betrieb der Grundwasserfassungsanlage. Fortan erfolgte die Förderung des Wassers aus dem Filterbrunnen mit einer Unterwasserpumpe in das dem Pumpenhaus angebaute Kontaktbecken in dem das Wasser mittels Ozon behandelt wurde. Die Förderung in das Netz Rüti geschah im Abschöpfbetrieb aus dem Kontaktbecken durch den Einbau einer neuen Netzpumpe im umgebauten Pumpenhaus.
Anfang 2000 traten vermehrt Störungen in der Ozonanlage und in der Netzpumpe auf. Da die Ozonanlage ihre Lebensdauer erreicht hatte und sich eine Revision der Netzpumpe nicht lohnte, entschloss sich die GWR das Pumpwerk umfassend zu sanieren und die Ozonanlage durch den Einbau einer mit ultraviolettem Licht arbeitenden Entkeimungsanlage zu ersetzen.
Bereits im Sept. 2004 waren alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen. Da sich die Anlage Reckholderboden im Naturschutzgebiet befindet, mussten die für den Ersatz der Heberleitung notwendigen Tiefbauarbeiten bis Mitte April beendet sein.
Die neu eingesetzte Pumpe, die mit einer Leistung von Q may. 1000 l/min. in Abhängigkeit des Grundwasserspiegels gesteuert ist, entspricht in ihrer Leistung der am 2. Juni 1991 neu konzedierten Entnahmemenge von 1200 l/min. Die unter dem Grundwasserrecht GWR f 19-1 erteilte Konzession gilt bis zum 1. Januar 2035.
Das Grundwasserpumpwerk Reckholderboden, über welches ca. 22 % des Rütner Wasserverbrauchs bezogen wird, präsentiert sich heute wieder als zuverlässige, moderne Anlage, welche auch die hohen Qualitätsanforderungen der Wasserversorgung der Gemeindewerke Rüti erfüllt.