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Bach
 

Woher kommt unser Trinkwasser

Die Wasserversorgung Rüti ist durch die Topographie in zwei Druckzonen aufgeteilt. Wovon die untere Druckzone mit ca. 80 % den grössten Teil unserer Gemeinde abdeckt. Im Jahr werden ca. 1 Mio. m3 Wasser gefördert. Der durchschnittliche Verbrauch beträgt pro Einwohner und Tag ca. 220 Liter. Die Wasserhärte bewegt sich im Bereich von 28°f bis 32°f je nach Standort des Bezügers.

 

Die Gemeindewerke Rüti deckt den Wasserbedarf durch eigene Quellen (ca. 26 %), Grundwasser (ca. 44 %) und Seewasser aus der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland (ca. 30 %). Der Anteil der Bezugsquellen richtet sich nach Niederschlägen, Verfügbarkeit und Bezügen.

 

Die Verteilung erfolgt über ein 109 km Leitungsnetz. Dazu wurden hauptsächlich Gussleitungen eingesetzt. Ab 1995 werden auch für Hauptleitungen Kunststoffleitungen (PE Polyäthylen) eingesetzt. Die Wasserversorgung Rüti besitzt 3 Reservoirs mit einem Speichervolumen von 5'560 m3 wovon 700 m3 zu Löschzwecken reserviert sind. Für die Feuerwehr stehen in der Gemeinde 534 Hydranten zur Verfügung.

 

Durchschn. Wasserbedarf in Rüti für
Haushaltzwecke pro Bewohner und Tag
in Liter

Min.

Mittel

Max.

Trinken und Kochen

20

30

40

Körperpflege (ohne Bad)

15

25

40

Baden und Duschen

40

62

85

Wäschewaschen

30

40

60

Geschirrspüler

15

20

30

WC

50

65

80

Wohnungsreinigung

10

18

25

durchschnittlich insgesamt

180

260

360

Quellwasser

Es ist auffallend, dass von den 27 Quellen, welche 1947 noch genutzt wurden, 1956 noch deren 15, 1973 deren 7 und seit 1993 nur noch deren 5 angeschlossen sind.

 

Die Gründe dazu sind:
- Erdrutsche
- Verunreinigung durch Wohnsiedlungen und Übernutzung des Bodens
- Abgraben des Wassers in Kieswerken
- Aberkennen durch den Kantonschemiker

 

Quellwasser stellt die älteste Art der Wasserversorgung dar, weil zur Förderung keine Energie aufgewendet werden muss. Andererseits kann heute keine Wasserversorgung nur mit Quellwasser betrieben werden, da die Quellschüttung von den Niederschlägen abhängig ist. Der Wasserbezug in der Gemeinde kann, z.B. durch Löscharbeiten der Feuerwehr, plötzlich stark ansteigen. Dennoch ist gutes Quellwasser das höchste Gut einer Wasserversorgung. Es kann ohne grosse Aufwendungen die Notwasserversorgung der Gemeinde sicherstellen.

 

Durch die Veränderung von Druckhöhen muss unser Quellwasser teilweise mit Pumpen in die höhergelegenen Reservoire gepumpt werden.

 

Die Gemeinde Rüti betreibt noch folgende Quellgebiete:
Wettsteinquelle, Talquelle, Kesslerquelle, Spitalquellen, Herrenholzquelle.
Einmal im Monat werden von den verschiedenen Fassungen Wasserproben zur Untersuchung in das Kantonale Labor gesandt.

 

Die in Rüti genutzten Quell- und Grundwasser genügen grundsätzlich den gesetzlichen Anforderungen. Aus prophylaktischen Gründen wurde im Reservoir Schlaad mit der Erweiterung 1991 eine Entkeimungsanlage eingebaut, so dass es möglich ist, schwach verunreinigtes Quellwasser doch wieder als keimfreies Trinkwasser weiterzugeben. Die Desinfektion von Wasser durch Ultraviolett-Bestrahlung ist ein physikalischer Prozess. Die Bestrahlung des Wassers erfolgt im Durchlaufverfahren in einer Bestrahlungskammer. Dabei werden allfällige Mikroorganismen und Viren, ohne eine Veränderung des Wasserchemismus, sofort inaktiviert. Eine weitere Aufbereitung des Quell- und Grundwassers ist in den Anlagen der Wasserversorgung Rüti nicht erforderlich.

Seewasser von der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland

In den Trockenjahren 1947 und 1949 zeigte es sich, dass die vorhandenen Grundwassermengen auf die Dauer nicht genügen würden. So schlossen sich verschiedene Oberländer Gemeinden zusammen, um gemeinsam nach Wasser zu suchen. Das einzige grössere Wasservorkommen war der Zürichsee. Da die Gemeinde Männedorf bereits Seewasser zu Trinkwasser aufbereitete, lag es nahe, sich dieser Anlage anzuschliessen. So konnte von dort eine Leitung zum «Wannenmösli» (625 m. ü. M.) erstellt und ein Reservoir gebaut werden. Von dort gelangt das Wasser durch eine Freifalleitung zu den Gemeinden. Aus der erweiterten Filteranlage Männedorf durften maximal 11’000 m3 pro Tag bezogen werden (Rüti allein 3600 m3).

 

Durch den immer grösser werdenden Wasserverbrauch genügte das Seewasserwerk bald nicht mehr und die Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland musste ein eigenes bauen. Diese Filteranlage wurde in den Jahren 1969–1973 beim Mühlehölzli gebaut und für einen Tagesumsatz von 50’000 m3 ausgelegt.

 

Seit dem 19. Oktober 1972 ist die Anlage im Betrieb. Unterdessen ist die Bevölkerung im Versorgungsgebiet der Gruppenwasserversorgung auf rund 100’000 Einwohner angewachsen.

 

Die Gemeindewerke Rüti haben einen Bezug von 5000 m3 Wasser pro Tag optiert. Zwei Reservoire von 4260 m3 für die untere Druckzone und ein Reservoir von 1300 m3 für die obere Druckzone stehen für die Reservehaltung zur Verfügung.

Unser Grundwasser

Unser Trinkwasser wird etwa zur Hälfte aus Grundwasser gespiesen. Wir werden zu dessen Gesunderhaltung besonders Sorge tragen. Grundwasserströme folgen meistens alten Flussläufen. Sind diese durch möglichst reinen Kies aufgefüllt, so besitzen sie eine ausgezeichnete Filterwirkung, so dass Unreinheiten nach wenigen hundert Metern wieder ausgeschieden sind. Das Wasser bewegt sich in diesen Schichten etwa 5–8 Meter weit pro Tag. Die unmittelbaren Umgebungen der Grundwasserfassungen sind zu Schutzzonen erklärt worden.

 
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