


Die Verlegung der 2. Transportleitung, Mühlehölzli - Wetzikon, im Bereich Grundstück Zollinger in Willikon, Gemeinde Oetwil am See, wurde durch das Bauvorhaben von zwei Einfamilienhäuser ausgelöst. Ursprünglich war dieses Gebiet noch im übrigen Gemeindegebiet und wurde erst 1992 als Kernzone ausgeschieden. Die Ausführung der rund 165 m langen Leitungsverlegung zwischen dem Klappenschacht "Lieburgerbach" und der bestehenden Transportleitung bei der Hombrechtikonerstrasse erfolgte im Zeitraum April - Juni 2002. Da Eternitrohre nicht mehr hergestellt werden (Asbest), wurden bei der Ausschreibung drei mögliche Rohrvarianten (Guss-Steckmuffenrohre, Glasfaserrohre und Stahl-rohre) geprüft. Daraus resultierte das längskraftschlüssige Stahlrohr als kostengünstigste und si-cherste Variante. Die Stahlrohre DN 711.2 x 6.3 mm sind innen mit einer Zementmörtel-auskleidung und aussen mit einer PE-Isolation und einer Faserzementumhüllung versehen. Zum Schutze der Stahlrohrleitung vor einer allfälligen Korrosion wurde eine Kathodenschutzanlage im Schacht "Lieburgerbach" installiert. Die dazugehörige Fe-Si-Anode im Koksbett wurde im Abstand von 15 m parallel zur Rohrleitung vergraben. Zusammen mit der Transportleitung mussten auch das eigene Steuerkabel und die Kabelleitungen der EKZ und EW verlegt werden.
Die Koordination mit den Gesellschaftern im Zeitraum dieser Bautätigkeit funktionierte bestens. Die Kunden an der Nordleitung mussten über die Südleitung via Hinwil/Wetzikon mit Trinkwasser versorgt werden.

Zusätzlich konnten nun die Aussenarbeiten rund ums Reservoir gemacht werden. Die Decken-Abdichtung des Reservoirs mit geeigneter Neubepflanzung und die an gewissen Stellen notwendige Einzäunung sind die wesentlichsten Punkte diesbezüglich.
Aus diesem Reservoir Wannenmösli bezieht nun auch Stäfa eine Minimalmenge an Trinkwasser für ihre obere Druckzone (Beschluss vom 14.11.2000). Im Jahr 2002 wurden 7738 m3 gemessen und verkauft.
Durch die Firma Willi Stäubli AG wurden die Seewasser-Fassungsleitungen sowie die Chlorierungsleitungen Männedorf und Sonnenfeld (Stäfa) einer Kontrolle unterzogen. Beide Anlagen-Teile wurden durch den Taucher kontrolliert, teilweise gereinigt und fotografiert.
An der Fassungsleitung Männedorf sind kleinere Beschädigungen der Isolation feststellbar, die wahrscheinlich von Ankern stammen. Die Ingenieuren empfehlen eine grössere Schadensstelle zu reparieren, da sonst der Korrosions-schutz nicht mehr gewährleistet ist. Ansonsten sind Fassungsleitungen, Saugkörbe und Chlorierungsleitungen in Männedorf sowie in Stäfa in Ordnung.
Die sehr schöne Brunnenanlage auf dem Gelände des Mühlehölzli wird von gewissen Gruppierungen laufend verunstaltet. Auch das Wasser wird oft von Hunden und ihren Haltern verschmutzt. Folgende, getroffene Massnahmen sollen die Missstände beheben: Das Brunnenwasser wird neu in die Kanalisation und nicht mehr in den zentralen Sumpf der Anlage geleitet. Das Anbringen von Kameras, analog zum Hauptgebäude sollen die Sprayer von ihrem Handwerk abhalten. Geeignete Hinweis- und Verbotsschilder, vor allem für Hundehalter sollen Ordnung schaffen.
Im Rohwasserpumpwerk Sonnenfeld war in der Vergangenheit der Eingangsbereich problematisch. In der Bade-Saison wurde jeweils so parkiert, dass die Zufahrt für die Filterwarte kaum mehr möglich war. Zudem rammte man regelmässig die Absperrpfosten. Neu ist nun ein stabiles Schiebetor vorhanden. Zusätzlich wird nun nicht benötigter Platz unsererseits an die Gemeinde Männedorf vermietet.
Die umfangreichen Anlagen erfordern planmässig, je nach Anlagenteil, tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Wartungen und Überprüfungen. Durch die hohe Komplexität waren auch oftmals unvorhergesehene Reparaturen und Instandstellungsarbeiten zu erledigen.
Beispiele dafür sind:
Solche Tätigkeiten zeigen sich oft sehr zeitintensiv und beanspruchen die Filterwarte manchmal tage- und sogar nächtelang.
Auch für die Jahre 2003 / 2004 stehen wieder einige Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten an. Hier nachfolgend ein kurzer Ausblick: